Mit dem Rad von der Unstrut zum Kyffhäuser...

Radfahren im Kyffhäuserkreis

Der Vorstand

Verbindung nach Treffurt und Sondershausen

Ein 916 Meter langer Abschnitt nahe Mehrstedt ist seit Montag offiziell freigegeben. Schilder durch Schlotheim folgen im Sommer

Von Claudia Bachmann

Thüringer Allgemeine vom 03. Juni 2014: Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes wurde der Radweg zwischen Mehr-
stedt und Rockensußra am Montag freigeben. Foto: Daniel Volkmann

Mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes wurde der Radweg zwischen Mehrstedt und Rockensußra am Montag freigeben.
Foto: Daniel Volkmann

Mehrstedt. Es war ein langer und zuweilen sehr komplizierter Weg, den es brauchte, um auf 916 Metern das Radfahren zwischen Rockensußra und Mehrstedt zu ermöglichen.

Schon 2011 wurde der Weg von einem Ingenieurbüro aus Mühlhausen gebaut. Erst dieses Frühjahr begannen die Arbeiten. Seit Mitte Mai ist der Weg auf der einstigen Bahntrasse nun fertig. Gestern Mittag wurde er offiziell eingeweiht.

170 000 Euro kostete er. Davon 90 Prozent übernahmen EU und Freistaat Thüringen durch ihre Fördertöpfe. Doch in einer klammen Stadt wie Schlotheim – Mehrstedt ist Ortsteil –, die sich diese freiwillige Ausgabe nicht leisten kann und darf, wurden die knapp 18 000 Euro, die als Eigenanteil aufzubringen waren, zum Problem. Zwei Firmen sprangen als Privatsponsoren ein: das Agrarunternehmen Marolterode mit 13 000 Euro und die RMT Landwirtschaft Hohenbergen mit 5000 Euro.

Am ehemaligen Bahnhof indes endet der Radweg, die Radfahrer müssen ausweichen auf die einstige Panzerstraße und die Straße nach Schlotheim. Weitere 840 Meter Radweg wären einfach nicht zu bezahlen gewesen, sagte VG-Bauamtsleiterin Andrea Brüsch. Dennoch schafft das Stück die Verbin dung zum Unstrut-Radweg in Mühlhausen und in Artern, zur Welterberegion und zur Werra – aber auch nach Ebeleben, ins nur sechs Kilometer entfernte Freibad.

Wie der Radweg in Schlotheim – wohl ab August – verlaufen soll, haben auf der jüngsten Sitzung die Räte entschieden. Die Schilder, um den Weg zu weisen, werden über das Regionalbudget bezahlt. Für Landrat Harald Zanker (SPD) in der jetzigen Haushaltslage des Unstrut-Hainich-Kreises ein „wesentliches Gestaltungsmittel“. Es soll auch dafür sorgen, dass nahe des einstigen Bahnhofes eine Waldschenke und eine Toilette aufgestellt werden können.

Artikel aus der Thüringer Allgemeinen vom 03. Juni 2014

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